Business AI in Logistik und Supply Chain
Lieferketten sind dynamisch, datenreich und von vielen externen Faktoren abhängig. Business AI kann helfen, Risiken früher zu erkennen und Entscheidungen über System- und Unternehmensgrenzen hinweg vorzubereiten.
Von Alerts zu Erklärungen
Klassische Systeme melden Abweichungen. AI kann zusätzlich erklären, welche Aufträge, Materialien und Kunden betroffen sind und welche Handlungsoptionen bestehen.
Damit wird aus einer Alarmflut eine priorisierte Entscheidungsliste.
Geeignete Use Cases
Engpass- und Verspätungsanalyse
Priorisierung kritischer Kundenaufträge
Disposition mit erklärbaren Vorschlägen
Zusammenfassung von Transport- und Lieferstatus
Lager- und Bestandsanomalien
Kommunikation mit Kunden und Lieferanten
Systemübergreifender Kontext
Neben SAP-Daten sind Spediteurmeldungen, Wetter, Lieferantenportale oder IoT-Daten relevant. Eine Integrationsschicht muss diese Quellen sicher und zeitnah verbinden.
Ein Knowledge Graph kann Beziehungen zwischen Material, Auftrag, Charge, Lieferung und Kunde abbilden.
Entscheidungen unter Unsicherheit
Supply-Chain-Vorschläge basieren häufig auf unvollständigen Informationen. Deshalb sollten Konfidenz, Annahmen und Auswirkungen sichtbar sein.
Bei strategischen Materialien oder hohen Kundenrisiken ist eine menschliche Entscheidung unverzichtbar.
Vom Pilot zum Betrieb
Ein Pilot sollte einen klaren Prozessabschnitt abdecken und reale Engpassfälle verwenden. Im Betrieb sind Datenaktualität, Modellqualität und Eskalationen kontinuierlich zu überwachen.
Praxisbeispiel
Ein Agent erkennt, dass mehrere Kundenaufträge durch eine verspätete Komponente gefährdet sind. Er ermittelt alternative Bestände, simuliert Priorisierungen und erstellt Vorschläge für Disposition und Kundenkommunikation. Die verantwortlichen Planer entscheiden.
FAZIT
Business AI stärkt die Supply Chain vor allem durch Kontext, Priorisierung und schnellere Reaktion. Vollautomatische Optimierung ist weniger wichtig als nachvollziehbare, integrierte Entscheidungshilfe.
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Häufige Fragen:
Welche externen Daten sind nützlich?
Zum Beispiel Transportstatus, Lieferanteninformationen, Wetter, Markt- oder IoT-Daten.
Kann AI die Disposition ersetzen?
Sie kann Vorschläge und Simulationen liefern. Verantwortung und Ausnahmewissen bleiben häufig beim Planer.
Wie aktuell müssen Daten sein?
Das hängt vom Prozess ab. Operative Entscheidungen benötigen oft nahezu aktuelle Ereignisse und Bestände.

